Zu Gast ist Melanie Arntz, Vizedirektorin des Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und Professorin an der Uni Erlangen-Nürnberg. Mit ihr sprechen wir über zwei der prägendsten Trends in der Arbeitswelt: Künstliche Intelligenz und Homeoffice. Wie verändert KI den Arbeitsmarkt? Welche Auswirkungen hat sie auf Löhne und Beschäftigung? Und was muss passieren, damit möglichst viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vom KI-Boom profitieren? Wir diskutieren, ob uns tatsächlich ein massiver Jobverlust droht – und ob die Sorge vor einer großen Blase berechtigt ist. Außerdem geht es um den spürbaren Backlash beim Thema Homeoffice: Warum fordern viele Unternehmen wieder mehr Präsenz? Ist diese Entwicklung ökonomisch sinnvoll – oder ein Rückschritt? Hört rein – es lohnt sich!
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Folge 81 – Stefan Ouma
Stefan Ouma, Wirtschaftsgeograph an der Universität Bayreuth, hat Felix und Martin erläutert, warum es seit 2008 zu einem starken Anstieg der Finanzialisierung der Landwirtschaft gekommen ist und welche Akteure und Instrumente dazu beigetragen haben. Außerdem haben wir über die Folgen der Finanzialisierung der Landwirtschaft gesprochen. Anhand eines konkreten Beispiels erfahrt ihr, was vor Ort passiert, wenn die Versprechen der Finanzialisierung nicht eintreten und Projekte scheitern.
Folge 80 – Lisa Fröhlich
Lisa Fröhlich vom Ispira Think Tank hat mit Martin und Felix über das deutsche und das europäische Lieferkettengesetz gesprochen. Lisa arbeitet mit Unternehmen zu der Umsetzung von Sorgfaltspflichten zusammen und berichtet uns von ihren Erfahrungen. Es ging um die aktuellen Abschwächungen und warum diese nicht nur den Schutz der Menschenrechte und des Klimas stark beschneiden, sondern auch den Unternehmen langfristig schaden werden.
Folge 79 – Steffen Heinrich
Steffen Heinrich von der Freien Universität Berlin hat mit Rudi und Martin darüber gesprochen, warum die japanische Wirtschaft lange Zeit als Sonderfall galt und weshalb sie sich trotz ihrer extrem hohen Staatsverschuldung relativ stabil entwickelt. Zudem haben wir über die große Herausforderung des demografischen Wandels für die Renten- und Sozialsysteme in einer der am schnellsten alternden Gesellschaften der Welt gesprochen. Dabei ging es auch darum, was Deutschland von Japan lernen kann und was besser nicht übernommen werden sollte. Schließlich stehen ähnliche Entwicklungen auch Deutschland bevor.
Folge 78 – Doris Fischer
Martin und Felix haben sich mit Doris Fischer über die chinesische Wirtschaft unterhalten. Doris hat den Lehrstuhl für China Business and Economics an der Universität Würzburg und hat den rasanten Aufschwung Chinas in den letzten 30 Jahren durch zahlreich Besuche und ihre Forschung erlebt und eng begleitet. Wir sprechen mit ihr darüber, wie es zu diesem Aufschwung kam, ob das noch so weiter gehen wird, ob es auch Verlierer des Aufschwungs gab und wer diese sind und was an China heute noch kommunistisch ist. Außerdem gibt uns Doris auch Tipps welches chinesische Essen wir unbedingt mal probieren sollten.
Folge 77 – Franziska Disslbacher
Franziska Disslbacher von der WU Wien hat mit Felix und Martin darüber gesprochen, warum es so schwierig ist, Daten zu Vermögen zu erfassen, und warum wir eigentlich gar nicht wissen, wie viel Vermögen es in den Ländern tatsächlich gibt. Sie berichtete, wie sie in zwei Projekten dazu beiträgt, bessere Daten über Vermögen und Vermögensungleichheit zu generieren. Auf Basis dieser Daten lässt sich beobachten, dass die Vermögensungleichheit in den meisten Ländern in den letzten Jahrzehnten angestiegen ist. Franziska erklärte uns auch, warum eine Vermögenssteuer diesen Trend nicht automatisch umkehren würde.
Folge 76 – Anna Bindler
Anna Bindler vom DIW und der Universität Potsdam gibt Rudi und Martin einen Einblick in ihre Forschung zum Zusammenhang zwischen Kriminalität und Wirtschaft. Sie erklärt uns, dass es sich negativ auf das zukünftige Einkommen auswirkt, wenn man Opfer einer Straftat geworden ist, und dass dieser Effekt bei Frauen stärker ausgeprägt ist als bei Männern. Zudem erfahren wir, warum der Zugang zu Bars und Discos das Risiko für Jugendliche erhöht, Opfer einer Straftat zu werden, und warum man es Jugendlichen trotzdem nicht zwingend verbieten sollte, feiern zu gehen. Reinhören lohnt sich – unter anderem, um zu erfahren, warum es in den Niederlanden einfacher ist, zu diesen Themen zu forschen als in Deutschland.
Folge 73 – Sebastian Gechert
Sebastian Gechert von der TU Chemnitz war bei uns in der Wirtschaft zu Gast. Wir haben über die Auswirkungen von verschiedenen fiskalpolitischen Maßnahmen gesprochen und diskutiert, ob es in der aktuellen Lage für den Staat sinnvoller ist, Steuern zu senken oder mehr zu investieren. Es ging auch darum, welche Wachstumseffekte eine stärkere Umverteilung haben können und warum Investitionen in Aufrüstung weniger bringen. Außerdem hat uns Sebastian erklärt, was hinter der Idee von Metaanalysen steckt.
Folge 72 – Alexander Thiele
Premiere in der Wirtschaft! Zum ersten Mal haben wir einen Juristen zu Gast! Rudi und Martin sprachen mit Alexander Thiele von der BSP Berlin über seine juristische Sicht auf die Schuldenbremse und die Vermögenssteuer. Er gab uns spannende Einblicke, warum ökonomische Fragen wie die, ob der Staat Schulden machen darf, nicht in die Verfassung gehören, sondern besser politisch geklärt werden sollten. Zudem ging es darum, warum die Schuldenbremse eingeführt wurde und warum sie besser wieder abgeschafft werden sollte. Außerdem erklärt uns Alex, dass eine Vermögensteuer wichtig für den Erhalt der Demokratie ist, dass man sich aber für die Wiedereinführung einer reformierten Vermögensteuer nicht auf die Gerichte verlassen sollte, sondern es dafür politische und gesellschaftliche Mehrheiten braucht. Zu guter Letzt erfahrt ihr in dieser Folge, warum es einen neuen Feiertag braucht, an dem politische Wahlen zelebriert werden.
Folge 71 – Britta Gehrke
Kaum zu glauben, in den ersten 70 Folgen Wirtschaft haben wir noch nicht über den Arbeitsmarkt gesprochen! Da wurde es aber Zeit, dass sich Rudi und Martin mit Britta Gehrke von der FU Berlin diesem Thema widmen. Britta hat uns erklärt, warum die Einführung des Mindestlohns vor 10 Jahren ökonomisch als Erfolg zu werten ist und woran sich Lohnhöhen aus ökonomischer Sicht orientieren sollten. Es ging auch um das Thema Kurzarbeit und wie diese in Krisenzeiten Arbeitsplätze erhält und den Staat gar nicht so viel kostet. Außerdem erfahrt ihr in dieser Folge, wie sich die aktuelle Schwächephase der deutschen Wirtschaft auf den Arbeitsmarkt auswirkt und warum eine gute Sozialversicherung notwendig ist, um eine Transformation des Arbeitsmarktes zu ermöglichen.
